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Unser Lernturm

Maria Montessori


Die letzten 9 3/4 Jahre kamen wir super ohne Lernturm klar und ich frage mich, warum wir es uns OHNE ihn angetan haben.

Ständige Angst, dass die kleinen vom Hocker stürzen, Ständiges fuchteln und Herzrasen. Tägliche Herausforderung beim Kochen, abwaschen und werkeln. Unsere neue Strategie "Kidztower" erleichtert uns den kompletten Alltag.

Wie wir nun Küche& Kind unter einen Hut bekommen? Was so ein Lernturm überhaupt ist? Ob man sowas wirklich braucht, verrate ich euch nun nach ausgibigem Testen ....

 

Ein so genannter “Lernturm” (im Englischen “Learning Tower”) stammt aus der Montessoriwelt.

Im Prinzip ist es ein Tritthocker mit Seitenteilen, der die kleinen hält, bevor sie fallen.

Ich hatte vom Lernturm schon öfter gehört und gelesen, dennoch immer wieder für unnütz abgestempelt. Wie ich aber dann die Tagesmutter Qualifizierung begann und ich in die Welt von Maria Montessorie abtauchen durfte, lernte ich über mich und meine Gedanken hinauszuwachsen.  Kinder sollen lernen es selbst zutun, in einem Umfeld, welches sie schützt ohne, dass ich ständig eingreife.  Was wollten meine Kinder immer und immer wieder? Sie wollten mir vor allem in der Küche helfen, sie wollen sich nützlich machen, nachahmen. Wir hatten und haben natürlich Hocker, aber selbst Féli taumelt regelmäßig von rechts nach links und ich erleide einen halben Nervenzusammenbruch, weil ich Angst habe, dass sie aus versehen wen aufschlitzt oder abstürzt. 

Für einen Lernturm gibt es natürlich jede Menge Bauanleitungen, jedoch rate ich persönlich davon ab, seit dem ich den Lernturm meiner Freundin aus Ikea Hockern gesehen habe, wenn er nicht am Schrank lehnt, kippt er. Emma zB zieht ihren Lernturm von der Küche ins Bad, vom Bad ins Wohnzimmer, um einfach sicher überall daran zu kommen, wo sie ran möchte und das eben nicht nur an Schränken, die den Turm dann sichern, zudem finde ich, nimmt der eine Menge platz weg, was unser Lernturm von Kidztower so überhaupt nicht tut. Er ist dekorativ, optisch ein Knaller und ein Raumwunder in unserer mickrigen Küche. Den Lernturm haben wir  nun seit knapp 2 Monaten und tatsächlich ist dieser Lernturm die wahrscheinlich beste Investition fürs komplette Leben gewesen. Nicht nur als Tagesmutter kann ich diesen super nutzen, auch für meine eigenen Kinder. Immer wieder höre ich "WIE IHR HABT JETZT NOCH EINEN LERNTURM BESORGT? Lohnt sich das überhaupt noch ? "  Und ich kann nur immer und immer wieder mit JAAAA antworten.  Besser spät, als nie.

 Emma ist nun 3 Jahre alt und sie wird ihn definitiv noch die nächsten 2-3 Jahre täglich nutzen. Selbst Féli und Tin-Tin nutzen ihn mehrfach die Woche, um einfach besser an die Arbeitsfläche oder weit oben an die Tafel zu kommen...

Meine Emma liebt ihren Lernturm. Sie kann auf den Lernturm alleine auf- und absteigen. Wenn sie oben steht, ist sie genau in der richtigen Arbeitshöhe. Von dort kann sie alles sehen und nach Belieben mithelfen. Ob schneiden , Herd mit mir zusammen anstellen, Gemüse waschen, Geschirr spülen, an den Kühlschrank kommen oder selbstständig etwas vom Schrank holen.

Sie schiebt sich den Lernturm an die Stellen, an der sie gerade mithelfen möchte, bei denen sie etwas spannend findet oder eben selbstständig agieren möchte. Klar, manches dauert durch ihre Hilfe länger und es gibt kleine Unfälle, wie umfallendes Wasser, fallende Kartoffeln oder Tomaten, zerdepperte Eier. Wir lassen sie aber alles selber machen, solange es nicht gefährlich für sie ist. Der heiße Backofen zB ein tabu. Kinder können nur lernen, wenn sie die Chance dazu haben. Wir sind auch nicht alle, als große Erwachsene geboren, auch wir mussten lernen, ob aus Fehlern oder Positiver Erfahrung. 

 

Ich hoffe, ich konnte euch einen kleinen, aber feinen Einblick in unseren Alltag Gewehren und unser größtes Helferlein vorstellen.